Wie funktioniert ein Entkalker überhaupt?


Chemisch ist Kalk CaCO3 und besteht aus Calcium (Ca), Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O). Kalk reagiert mit vielen Stoffen, insbesondere mit Säuren.

Kalk ist schwer wasserlöslich. Durch Zugabe von Säure entsteht eine sauren Umgegebung. Hier zerlegt sich Kalk zu Ca2+ und CO32-. Ist genügend Säure (freie H+-Ionen) vorhanden, so kann CO32- gut H+-Ionen stufenweise aufnehmen.

Chemisch:
CO32- + H+ –> HCO3- (Hydrogencarbonat)
HCO3- + H+ –> H2CO3 (Kohlensäure?

Kohlensäure reagiert in saurer Umgebung zu:
H2CO3 –> H2O + CO2

Das entstehende CO2 ist klimaneutral.

Am einfachsten kann der Vorgang mit der Zugabe von Salzsäure(HCl) beschrieben werden: Kalk in Verbindung mit 2 Teilen Salzsäure spaltet sich zu Calciumchlorid, Kohlendioxid und Wasser. Das beim Entkalken übliche Aufschäumen der Flüssigkeit ist durch das dabei entstehende Kohlendioxid zu erklären. Das Kohlendioxid entweicht in die Luft, übrig bleibt Wasser und darin gelöstes Calciumchlorid, welches problemlos entsorgt werden kann. CaCO3 + 2 HCl -> CaCl2 + CO2 + H2O

Prizipiell funktioniert der Vorgang mit allen Säuren ähnlich, egal ob Zitronensäure, Essigsäure, Milchsäure oder auch Amidosulfonsäure. Vorteile und Nachteile der einzelnen Säure finden Sie im Kapitel „Übersicht Enkalkerwirkstoffe“.